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Beherrsche die Modi: Fototipps von Travis Burke für die HERO10

Jan. 20, 2022

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Der Fotograf Travis Burke ist vor allem bekannt für seine spektakulären Aufnahmen in der freien Natur. Egal ob er einen aufregenden Tauchgang, eine Sonnen- oder Mondfinsternis oder den Bau eines gemütlichen Tiny-Houses festhält, Travis‘ Bilder bieten immer einen ganz individuellen Blick auf seine Erlebnisse und die Welt. Wir sind stolz darauf, dass er bei seinen Reisen und Abenteuern schon seit der allerersten HERO Kamera auf GoPro setzt. Deshalb haben wir ihn jetzt gebeten, uns etwas über seine Erfahrungen mit unserer neuesten Vorzeigekamera, der HERO10 Black, zu erzählen. 


Die folgenden Tipps für professionelles Fotografieren mit der HERO10 Black stammen direkt von Travis selbst. Viel Spaß damit!


Da ich nicht nur Fotograf, sondern auch Sportler bin, sind GoPro Kameras meine treuen Begleiter, seit die erste HERO Kamera im Jahr 2005 auf den Markt kam. Natürlich lässt sich die Foto- und Videoqualität von damals mit der heutiger Kameras kaum noch vergleichen, aber ich mag es, dass der Anspruch und das Selbstverständnis von GoPro bis heute unverändert geblieben sind: Menschen überall auf der Welt die Möglichkeit zu geben, ihr Leben und ihre Erlebnisse ganz einfach festhalten und teilen zu können. 


Ich konnte jetzt schon einige Monate mit der neuen HERO10 Black herumexperimentieren und möchte dich an einigen meiner Abenteuer teilhaben lassen und erklären, warum ich in bestimmten Situationen bestimmte Fotoeinstellungen gewählt habe. Außerdem verrate ich dir ein paar coole Tipps und Tricks, um wirklich das Beste aus dieser beeindruckenden neuen Kamera herauszuholen.

1. RAW-Fotos


Als meine Freundin Laysea und ich einen Camping-Trip mit unserer Hündin Koda planten, war mir sofort klar, dass es viel mehr Spaß machen würde, die schönen Augenblicke dieser Reise mit der HERO10 Black zu dokumentieren, anstatt meinen schweren Fotoapparat und taschenweise Objektive und Equipment mitzuschleppen. 


Ich habe fast alle Fotos im RAW-Modus aufgenommen und mich hat echt umgehauen, wie scharf und detailreich die RAW-Fotos mit 23 MP sind – vor allem, als ich mir die Fotos auf meinem PC angesehen habe. Koda ist nicht mehr die Jüngste und uns ist klar, dass dies vielleicht der letzte Camping-Ausflug war, bei dem wir sie auf so lange Wanderungen mitnehmen konnten, daher macht es mich umso glücklicher, diese hochwertigen Aufnahmen von ihr und Laysea in ihrem kleinen Paradies zu haben. 


Die Bildqualität von RAW-Fotos ist besonders hoch, aber du musst sie möglicherweise ein wenig nachbearbeiten, damit Farbe und Kontrast perfekt aussehen.


PROFITIPP: In der GoPro Quik App kannst du Farbe und Kontrast von RAW-Fotos manuell anpassen. Oder du wählst je nach Aufnahmeort (beispielsweise Schnee, Wald, Unterwasser, Strand usw.) einen der zahlreichen vorinstallierten Filter aus.


Kameraeinstellungen:

  • Modus: RAW
  • Objektiv: Weit
  • Verschluss: Auto
  • Belichtungskorr.: +0,5
  • Weißabgleich: Auto
  • ISO: 100
  • Schärfe: Niedrig

2. Standbilder verwenden


Auf Hawaii wollte ich während der Fotosession von Laysea und unserer gemeinsamen Freundin Kristy ein paar entspannte Unterwasseraufnahmen machen. 


Wenn viele Dinge gleichzeitig passieren oder ich die Szene einfach nicht gut kontrollieren kann, nehme ich gern alles erst einmal als 5,3K-Video mit 30 fps auf. Dank der Standbild-Funktion der Quik App kann ich dieses Video dann nachträglich an jeder beliebigen Stelle pausieren und ein hochauflösendes Foto mit 15,8 MP daraus extrahieren. So kann ich sicher sein, dass mir kein sehenswerter Moment entgeht. 


Alternative Aufnahmemodi wie Serienfotos haben dagegen den Nachteil, dass es nach der Aufnahme einige Sekunden dauern kann, bis das Serienfoto verarbeitet ist – und in dieser Zeit verpasst man dann vielleicht einen entscheidenden Augenblick. Außerdem gibt mir die Aufnahme von Videos die Möglichkeit, nachträglich zu entscheiden (oder die Personen vor der Kamera entscheiden zu lassen), ob die Szene als Foto oder Video besser wirkt, was ein riesiger Vorteil ist!

    3. SuperFoto


    Bei dieser Szene habe ich SuperFoto eingesetzt, um die Kamera bei anspruchsvollen Lichtverhältnissen zu testen. Wegen des hellen Sonnenlichts auf den Felsen und den tiefen Schatten unten im Tal musste die Belichtung perfekt abgestimmt sein, damit keine Details verloren gehen. SuperFoto nimmt dir die Suche nach den idealen Einstellungen ab, denn die Kamera analysiert die Szene und passt dann die Einstellungen automatisch an. Ich war ziemlich beeindruckt davon, wie die HERO10 die unterschiedlichen Helligkeiten ausbalanciert hat. Die Szene sieht auf dem Foto genauso aus, wie ich sie in Erinnerung habe! 


    Davon abgesehen sind auch der Detailreichtum und die Auflösung des 23-MP-Fotos einfach unglaublich. Alles, vom Felsen, auf dem ich sitze, bis hin zu den schneebedeckten Gipfeln am Horizont, ist unheimlich detailliert zu erkennen.


    SuperFoto ist perfekt für alle, die noch nicht lange dabei sind, aber trotzdem wollen, dass ihre Fotos atemberaubend aussehen – und für grandiose Schnappschüsse, wenn man nur mal schnell die Kamera rausholen will, ohne stundenlang an den Einstellungen rumzuschrauben.

    4. Experimente mit ISO + Verschlusszeit


    Bei diesem Bild wollte ich so viel Kontrolle über die Kameraeinstellungen haben wie möglich. Wenn du Wasserfälle fotografierst, solltest du nämlich eine längere Verschlusszeit einstellen. Dadurch sieht das herabfließende Wasser unscharf aus, was dem Foto mehr Dynamik und einen individuellen Look verleiht. Ich habe außerdem einen möglichst niedrigen ISO-Wert gewählt, damit das Bild trotz der längeren Verschlusszeit nicht überbelichtet wird. 


    PROFITIPP: Bei der Bildkomposition finde ich ein Raster hilfreich, um das Foto nach der „Drittel-Regel“ anzuordnen. Du kannst das Raster im Hauptmenü aktivieren, indem du auf dem hinteren Touch-Display von oben nach unten wischst. 


    Die Pflanzen im Vordergrund verleihen dem Bild zusätzliche Tiefe und durch das digitale Objektiv „Eng“ entsteht ein ungewöhnlicher Bildausschnitt. Es sind solche kleinen Dinge, die du bei deinen Aufnahmen bedenken solltest, weil sie eine riesige Wirkung darauf haben können, wie dein Bild am Ende aussieht. 


    Kameraeinstellungen:

    • Modus: Standard
    • Objektiv: Eng
    • Verschluss: Auto
    • Belichtungskorr.: -0,5
    • Weißabgleich: 6500 K
    • ISO: 100
    • Schärfe: Niedrig

    5. Nachtfotos


    Ich finde es immer noch unglaublich, dass ich mit einer GoPro richtig gute Nachtfotos machen kann. Und nicht nur das: Die Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen wird immer besser! 


    Wir haben uns vor Kurzem ein niedliches Tiny-House gebaut. Und weil ich ein Faible für Nachtfotografie habe, kam mir die Idee, ein Foto davon zu machen, wie die Sterne über den Nachthimmel über unserem neuen Haus wandern. Im Zentrum sieht man den Polarstern. 


    Für dieses Bild habe ich die Kamera mit der Funktion Zeitraffer bei Nacht im Laufe einer Stunde eine Reihe von Fotos machen lassen und diese dann einfach in Photoshop übereinander gelegt. Das Ergebnis ist ein wunderschöner Eindruck davon, wie sich unsere Erde im All um sich selbst dreht. Dabei sieht es aus, als würden sich die Sterne um uns drehen! Mit dem bloßen Auge wäre diese Bewegung kaum zu erkennen.


    Ich kann nur empfehlen, die GoPro auch nachts immer wieder auszuprobieren, egal ob du in der Großstadt unterwegs bist oder dein Zelt in der Natur unter klarem Sternenhimmel aufgeschlagen hast. Die Bildqualität der HERO10 ist selbst bei schlechten Lichtverhältnissen wirklich beeindruckend. 


    Kameraeinstellungen:

    • Modus: Nachtzeitraffer
    • Intervall: Auto
    • Verschlusszeit: 20 s
    • Ausgabe: RAW
    • Weißabgleich: 5500 K
    • ISO: 800
    • Schärfe: Niedrig


    Vielen Dank fürs Lesen! Ich hoffe, dass dich dieser Artikel dazu inspiriert hat, die Natur zu entdecken, Abenteuer zu erleben und immer wieder aufs Neue auszutesten, was du mit deiner GoPro alles anstellen kannst. 


    Wenn du noch mehr von Travis‘ Fotos sehen willst, besuche ihn auf Instagram unter @travisburkephotography. Hier findest du weitere Informationen über die HERO10 Black.

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