Philipp Klein macht keine halben Sachen. Mit seinem Stop-Animation-Videobeitrag „Freeride At Home“ für unsere #HomePro Challenge hat der 28-jährige Ski-Freerider, Fotograf und Filmemacher eine virale Bewegung ins Rollen gebracht. 

Wenn er nicht gerade kreative Foto- und Videoideen umsetzt oder auf Abenteuertour ist, arbeitet Philipp in der Vertriebsplanung für den Autohersteller SEAT. Wenn er aber fotografiert, filmt und Abenteuer erlebt, entstehen Aufnahmen wie diese hier unten, für die Philipp mit einem GoPro Award ausgezeichnet wurde. Dieser Award ist auch der Grund dafür, dass er die HERO7 Black sein eigen nennt, mit der er das Video aufgenommen hat. 

#HomePro Challenge-Gewinner Philipp Klein erzählt, wie seine Story viral ging.

Wir hätten jeden Tag gerne nur halb so viel Spaß wie Philipp. Dieser Kerl ist den ganzen Tag über bei bester Laune! Wir haben ihn besucht und konnten ihm ein paar Fragen zu seinem Leben vor und nach #HomePro stellen. Und natürlich wollten wir ganz genau wissen, wie „Freeride at Home“ entstanden ist.

Kurz und knapp fasst Philipp es so zusammen: Zuerst hat er seine Kamera mit der GoPro App verbunden, sie dann an die Decke geklebt und schließlich langsam seine Bewegungen aufgezeichnet. 

„Die GoPro App verfügt über eine echt tolle Funktion, die viele vielleicht gar nicht kennen, die aber für Stop-Motion-Aufnahmen enorm nützlich ist: Man kann super schnell durch alle Bilder scrollen“, erklärt Philipp. „So konnte ich den Stop-Motion-Effekt sofort simulieren, nachdem ich die Bilder aufgenommen hatte und wusste gleich, wann ich etwas wiederholen musste oder ob es gelungen war.“

Im YouTube-Video oben kannst du den gesamten Prozess verfolgen. Wenn du noch mehr über Philipp erfahren möchtest, hier seine Geschichte in eigenen Worten:

Normalerweise bin ich viel unterwegs. An den Wochenenden fahre ich meistens Ski, gehe klettern oder fahre Mountainbike. Deshalb brauche ich für meine Aufnahmen eine robuste, kompakte und leichte Kamera griffbereit. Seitdem ich die HERO7 Black habe, kreiere und poste ich viel mehr Content, dank der genialen Stabilisierung vor allem Videos.

Kurz bevor in Spanien die Ausgangssperre verhängt wurde, hatte ich noch Bustickets nach Frankreich, um dort eine Woche Skiurlaub mit meiner Familie zu verbringen. Als dann am 16. März der Shutdown in Spanien kam, hätte ich noch in den Bus steigen und nach Frankreich fahren können. Das schien mir aber nicht besonders klug und außerdem auch unmoralisch. Ich wollte nicht mehr Ski fahren gehen, während zu Hause in Spanien Menschen um ihr Leben kämpften. Deshalb entschied ich mich, zu bleiben, obwohl Frankreich noch offen und damit das Geld für meine Reservierungen weg war. Das Land zu verlassen, fühlte sich zu diesem Zeitpunkt einfach nicht richtig an. 

Zu Hause arbeitete ich weiter und konzentrierte mich darauf, weiter aktiv zu bleiben, als würde das Leben normal weitergehen – mit Arbeit, Training, Gitarre, Lesen usw. Die Tage vergingen und ich bekam immer mehr lustige Videos geschickt, in denen Leute in ihren Wohnungen Outdoor-Sport trieben. Das fand ich cool und wollte auch ein Video drehen. Ich wollte aber nicht dasselbe machen wie alle anderen. Ich wollte etwas Originelles und Positives machen. Es war mir wichtig, dass der fertige Film eine positive Botschaft rüberbringt, weil ich unbedingt wollte, dass meine Familie und meine Freunde die aktuelle Situation für einen Moment vergaßen. Ich wollte sie ein bisschen aufmuntern. Ich hatte die traurigen Nachrichten satt und wollte den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Ich habe mich jetzt nicht reingesteigert oder unter Druck gesetzt. Ich dachte mir einfach, wenn mir mal was Originelles einfällt, filme ich es. Ein paar Tage später kam mir dann diese Idee in den Sinn, und plötzlich konnte ich nur noch an mein Projekt denken. Mein Kopf rauchte und ich versuchte zu planen, ob und ich wie ich meine Idee mit meinen begrenzten Mitteln umsetzen konnte. Ich brauchte einen Tag, um die Story hinzubekommen. Sie sollte witzig und unkompliziert sein, die Leute aufheitern und eine positive Botschaft verbreiten: Bleibt zu Hause. 

Dann wartete ich auf gute Lichtverhältnisse in meiner Wohnung und legte los. Ich musste Möbel beiseite räumen, die Kamera platzieren (ich habe die HERO7 Black tatsächlich mit Klebeband fixiert), die Skiausrüstung anlegen und alles alleine filmen. Es hat sich zwar fast angefühlt wie kurz vorm Hitzschlag, aber dafür hat es auch riesen Spaß gemacht! Vieles lief wie geplant und manchmal war ich auch gezwungen, zu improvisieren. Nach sechs Stunden hatte ich alles im Kasten.

Dann kamen noch vier Stunden Videobearbeitung in Final Cut Pro dazu, wovon die meiste Zeit für die Soundbearbeitung draufging – mit geschlossenen Augen sollte sich das Ganze wie ein echtes Bergabenteuer anhören.

Als ich dann das Video postete, explodierten die Klickzahlen regelrecht. Mit so vielen Aufrufen hätte ich niemals gerechnet. Ich wusste, dass mir da etwas Gutes gelungen war und dass das Ergebnis meiner Vorstellung ziemlich nahe kam, aber ich hätte nicht gedacht, dass alles so schnell geht. Jetzt klingelt rund um die Uhr das Telefon und die großen Nachrichtenagenturen wollen mich interviewen! Das ist zwar toll, aber ich bin mir bewusst, dass dieser virale Erfolg so schnell vergeht, wie er gekommen ist. Ich glaube deshalb, dass mein Leben bald wieder zur „Normalität“ zurückkehren wird. 

Mein Fazit zu dieser Pandemie lautet: Konzentriert euch auf das Positive. Nur so können wir die Zeit nutzen, um wieder Anschluss zu finden. Das ist allemal besser, als darauf zu warten, dass wieder der Alltag einkehrt. Schließlich haben wir uns doch alle schon mal gedacht: „Wenn ich nur mehr Zeit hätte, dann …“. Jetzt haben wir die Zeit, und es liegt an uns, wie wir sie nutzen.

 

Gut gesagt, Philipp! Den künftigen Abenteuern von Philipp kannst du auf YouTube und @philippklein folgen. Falls du dich jetzt inspiriert fühlst, mache es einfach wie Philipp und reiche deine Inhalte auf der GoPro Awards-Seite bei der #HomePro Challenge ein.