Allein, ohne Unterstützung, 54 Tage lang ohne jede Hilfe, 1.500 Kilometer Distanz – nur ein Mensch auf der Welt kann seine Durchquerung der Antarktis so beschreiben, und das ist der 33-jährige Colin O’Brady.

Am 26. Dezember 2018 sicherte sich Colin nach einem 32-stündigen Endspurt von 130 Kilometern den Titel des ersten Abenteurers, der allein und ohne jede Hilfe oder Unterstützung die Antarktis durchquert hat. Er hatte seine Wanderung vom Ronne-Schelfeis zum Ross-Schelfeis in Rekordzeit abgeschlossen.

Dabei erklomm er über 2.700 Höhenmeter, überquerte den Südpol und nahm alles mit einer GoPro auf. Im folgenden Video siehst du, wie die GoPro für Colin in Freudenmomenten zum Publikum und an Tiefpunkten zur Stütze wurde. Es ist ein unglaublich beeindruckender Einblick in seine Reise und hat ihm einen GoPro Award eingebracht.

„Ich hatte ein Publikum von 0 Personen“, erklärt Colin zu dem Moment, in dem er seine Ziellinie erreichte. „Also nahm ich meine GoPro heraus und teilte meine Emotionen mit der Kamera.“

Kurz nachdem er von seiner Durchquerung der Antarktis zurückgekehrt war, trafen wir uns mit dem gebürtigen Portlander, um etwas mehr darüber zu erfahren, wie er solch eine bemerkenswerte Leistung vollbracht hat.

GoPro: Was hat dir mehr geholfen: körperliche oder mentale Stärke? Und welchen Tipp sollte man beim Aufbau dieser Kraft im Kopf behalten?

Colin O'Brady: Der Muskel, mit dessen Hilfe ich durchgekommen bin, waren die 15 Zentimeter zwischen meinen Ohren – meine Einstellung. Ich rate jedem, an einem 10-tägigen Vipassana-Meditationsworkshop teilzunehmen, denn dadurch verbessert sich die Fähigkeit enorm, eine positive Einstellung zu bewahren.

Welche Lektion hast du aus der gesamten Erfahrung gelernt?

Sie hat mir wieder in Erinnerung gerufen, dass die Pflege der Beziehungen zu unseren Lieben der Schlüssel zu einem erfüllten Leben ist.

Was wurde während der Wanderung zu deinem Lieblingsessen?

Die „Colin Bars“ – besondere Riegel auf Basis vollwertiger Nahrungsmittel, die ich zusammen mit einem meiner Sponsoren speziell für meine physiologischen Bedürfnisse entwickelt habe.

Randnotiz: Colin zog einen 180 Kilo schweren Schlitten. Um die verbrauchten Nährstoffe wieder aufzufüllen, folgte er deshalb einer strengen Diät von 7.000 Kalorien pro Tag.

Was war die erste richtige Mahlzeit, die du im Anschluss gegessen hast?

Ich habe mich auf dem Eis nach frischen Lebensmitteln gesehnt, deshalb bestand meine erste Mahlzeit abseits der Antarktis aus einem großen frischen Salat mit Avocado und einem Burger.

Welche Tricks hast du angewendet, um bei fast 24 Stunden Sonnenlicht pro Tag schlafen zu können? Oder hat dich am Ende des Tages die Erschöpfung übermannt?

An den meisten Tagen war ich erschöpft, aber ich hatte auch ein paar Tricks im Ärmel. Neben dem Zeltstoff, der das Licht schon deutlich dämpfte, habe ich auch eine Augenmaske und Ohrstöpsel verwendet.

Welches Werkzeug sollte jeder Abenteurer dabeihaben?

Ein GPS-Gerät, sodass im Notfall dein Standort bekannt ist.

Ein fast 180 kg schwerer Schlitten – Wow! War es hilfreich, als du die Vorräte nach und nach aufgebraucht hast? Und wo ist der Schlitten jetzt?

Ja, jeden Tag nahm das Gewicht ab, da ich Nahrung und Kraftstoff verbraucht habe. Der Schlitten steht in meiner Garage!

Warum hast du dich für GoPro entschieden?

Sie war die beste Kamera für die extremen Bedingungen, die ich inmitten des gefrorenen Kontinents erlebt habe.

Hast du die Kamera extra platziert und bist dann zurückgekehrt, um die Kamera zu holen? Hast du die Reise mit einem Ziel oder einem Plan angetreten, wie viel du filmen wolltest?

Meistens habe ich die Kamera für die Aufnahmen extra platziert und bin dann zurückgegangen, um die Kamera zu holen. Ich habe aber auch viel von Hand und aus meinem Zelt heraus aufgenommen.

Profitipp: Colin sagt, dass er mit der GoPro gefilmt und später beim Ansehen der Aufnahmen Standbilder daraus erstellt hat. Er verwendete diese Bilder, um seine Follower während der gesamten Reise auf dem Laufenden zu halten.

Widrigkeiten sind Colin nicht fremd und er scheut sich auch nicht davor, von den Beschwerlichkeiten zu berichten, die er überwinden musste. Tatsächlich schreibt er ihnen viele seiner jüngsten Errungenschaften zu, angefangen von einem Unfall beim Feuertanz, bei dem er sich schwer verbrannte – so schwer, dass Ärzte infrage stellten, ob er jemals wieder laufen können würde. Doch Colin ließ das nicht zu seinem Schicksal zu werden. Seither hat er wieder laufen gelernt, ist als professioneller Triathlet angetreten und hat den jeweils höchsten Gipfel aller sieben Kontinente erklommen – um nur einige Beispiele zu nennen.

Auf seiner Website erfährst du mehr über seine Geschichte und du kannst ihm unter @colinbrady auf Instagram folgen. Wir freuen uns sehr, Colin als Preisträger eines GoPro Awards bekannt zu geben und seine Story zu teilen! Besuche gopro.com/awards und teile deine Story.